Rezension: iBomber
Der Trend zur Preisreduzierung auf 0,79€ scheint sich durchzusetzen. So stehen in letzter Zeit immer wieder diverse, hochkarätige Titel mit einer Ermäßigung um bis zu 80% im AppStore. Miesepeter behaupten zwar dadurch die Top 25 Liste verfälscht zu sehen, uns beschert die momentane "Regression" aber vor allem eins: günstige Testexemplare für unsere Rezensionen!
So nistes sich kurzerhand nun auch der unlängst vorgestellte Titel "iBomber" auf meinem Springboard ein und wartet nur darauf ausgiebig auf Herz und Nieren geprüft zu werden...
Das Spielprinzip hinter iBomber ist zugleich äusserst simple, wie auch komplex. Muss grundsätzlich nichts anderes getan werden, als lediglich Bomben von einem Flugzeug auf Ziele abzuwerfen, benötigen die einzelnen Missionsziele teilweise ein durchdachtes, strategisches Konzept.
Dabei steuert der Spieler einen Bomber komplett aus der Vogelperspektive über diverse Areale. Das Haupt-Zielwerkzeug stellt ein ständig eingeblendetes Fadenkreuz dar, welches das vermeintliche Ziel der abgeworfenen Bombe angibt. Maneuvriert wird das Flugzeug bzw. die Sicht ausschließlich per Bewegungskontrolle, was -gegenüber der mittlerweile zahlreichen Steuerkreuz Vertreter- eine angenehme Abwechslung darstellt. Auch die Geschwindigkeit des Fliegers wird durch das neigen des Geräts erhöht bzw. verringert. Um eine Bombe abzuwerfen, muss nichts anderes getan werden, als den dazu vorgesehen Button zu betätigen.
Soviel zum simplen.. beschreibt die Umsetzung dessen doch ein viel komplexeres Geflecht aus Zielgenauigkeit und Strategie. Die Standard-Bomben, welche in unendlicher Stückzahl zur Verfügung stehen, lassen sich bspw. sehr schwer auf die anvisierten Ziele abwerfen. So spielen hierbei die eigene Geschwindigkeit, die Verzögerung entsprechend der Luftdistanz sowie die Bewegung der Ziele eine große Rolle. So stellte es sich hierbei mehr als ratsam heraus, eine ganze Reihe dieser beim vorüberfliegen auf den Gegner niederprasseln zu lassen. Frei nach dem Motto: Mit Kanonen auf Spatzen feuern!
Zerstörte Ziele hinterlassen glücklicherweise soetwas wie Power-Ups, die den eigenen Bombenbestand aufwerten und mit streuenden Exemplaren und solchen mit größerer Reichweite oder besserer Zielgenauigkeit aufstocken. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Die Handhabung dieser erwies sich nur als marginal leichter, sind sie ausserdem jeweils auf eine begrenzte Stückzahl reduziert.
Aber auch der Zustand des eigenen Flugzeugs lässt sich durch Medipacks wieder aufbessern.
Die Missionsziele, in die das Spiel aufgeteilt ist, setzen meistens die Zerstörung vorgegebener Ziele oder aber auch den Schutz eigener Streitkräfte vorraus. Letzteres ist hierbei besonders happig, da nicht nur auf die eigene Gesundheit geachtet werden muss, sondern auch die z.B. zu schützende Flotte nicht zerstört werden darf. Gerade hierbei ist eine durchdachte Strategie (etwa vorraus fliegen und möglichst viele Hindernisse im Voraus zerstören) nicht selten von Nöten.
Was besonders positiv auffällt, ist die wunderschöne, hochauflösende Grafik des Titels. Zwar lässt sich -wie erwähnt- alles nur aus der Vogelperspektive betrachten, gerade das Terrain bzw. überflogene Gebiet oder Gewässer sowie die zu zerstörenden Objekte mit ihren Schattierungen und deren Beschuss sind durchgehend atemberaubend detailliert und koloriert gestaltet. Leider stößt man des öfteren an die Grenzen der momentanen Map und erreicht somit einen tristen schwarzen Rand, mal davon abgesehen, machen die Karten aber allesamt viel her. Auch die Explosionen der Bomben bzw. Objekte sowie die eigentliche Sicht aus dem Cockpit ist toll gestaltet.
Was vllt. noch das Sahnehäubchen gewesen wäre, wäre eine Umsetzung der Neigung des Flugzeugs beim Lenken, durch Distanzverringerung zum Untergrund. Momentan scheint das Flugzeug jedenfalls starr in der Luft zu stehen.
So macht der Titel eine Menge Spaß und weiß vorallem durch seine knackige Grafik zu überzeugen. Das gesamte Styling, vom Hauptmenu über die Missionsbeschreibungen bis hin zur eigentlichen Spielumgebung ist durchgehend stimmig designed.
Aber auch das Spielprinzip weiß zu überzeugen. Angefangen bei der innovativen und toll umgesetzten Steuerung über den Bewegungssensor, bis hin zur kniffeligen Missionsgestaltung wird eine Menge geboten.
Einzig die fehlende Abwechslung könnte dem ein oder anderen auf Dauer ein wenig zu langweilig erscheinen. Zwar sind die einzelnen Missionen durchgehend fordernd gestaltet, bietet der Titel doch im Grunde keine besonders große Vielfalt und beschränkt sich stets auf das -durchaus gelungene- herumfliegen und bomben abwerfen. Für diesen Anspruch aber: Perfekt!
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